Eine Chance vieles zu verbessern

Fenstertausch 16.2.2015 (7)Am 4.8.2013 erwischte uns ein mächtiger Hagel mit teils Golfball großen Körnern. Darunter haben nicht nur der Garten und die Hausfassade sondern auch die Holzfenster gelitten. Holzrahmen waren so stark zerschlagen, dass eine vernünftige Reparatur nicht mehr möglich war. Zum Glück kam für einen Teil dieses Schadens die Unwetterversicherung auf. Die Arbeiten am Haus und im Garten waren sehr umfangreich und so haben wir die Sanierung der Fenster erst im Frühjahr 2015 begonnen, davor gab es allerdings eine Punkte, die überlegt werden sollten.

Die bisherigen Holzfenster sind offenbar für solche Ereignisse nicht geschaffen und ehrlich gesagt ist das regelmäßige Streichen der Fenster auch nicht so angenehm. Da wir im Wohnraum aber unbedingt Holzfenster haben wollten, war sehr schnell klar, dass wir bei den neuen Fenstern eine Holz-Alu-Variante haben möchten. Die Alu-Verblendung außen ist nicht nur weniger Service aufwendig, sie hält einem Hagel auch wesentlich besser stand. Sollte ein Hagel aber trotzdem so stark ausfallen, dass das Alu kaputt geht, kann beim nächsten Mal nur die Alu-Verblendung getauscht werden und wir ersparen uns den Komplettaustausch der Fenster.

Die alten Fenster hatten ein doppeltes Isolierglas, im Baujahr 1995 wahrscheinlich Standard, aber im Winter merkten wir schon, dass durch die kalten Glasoberflächen ein Luftzug entsteht, der unangenehm sein kann. Damit war klar, dass wir nicht nur den Aufpreis für die Alu-Variante sondern auchIng. Martin Litschauer für die Dreifachverglasung zahlen werden. Bei dieser Entscheidung ging es in erster Linie aber um den Komfort, natürlich sparen diese Fenster noch zusätzlich Energie, aber ich gestehe, dass ich diese Energieeinsparung nicht berechnet habe. Wer möchte schon im Winter vor einem Fenster mit einer inneren Oberflächentemperatur von 13 oder 14 °C sitzen, wenn mit einer Dreifachverglasung, 17, 18 oder 19°C möglich sind?

Zu guter Letzt haben wir uns auch entschieden, die neuen Fenster mit Außenrolladen auszustatten. Die Möglichkeit die Fenster abzudunkeln sollte man sich nicht entgehen lassen und spätestens im Heurigen Sommer bei der 3, 4 oder 5. Hitzewelle haben wir gewusst, dass dies die richtige Entscheidung war. Unsere Rollladen sind mit elektrischen Antrieben ausgestattet. Üblicherweise versuche ich ja so wenig Technik wie möglich zu verwenden, da wären natürlich auch manuelle Systeme eine Lösung gewesen, aber ich erkläre kurz, warum es für mich eine elektrische Variante sein musste, obwohl ich immer versuche, Strom effizient einzusetzen. Die elektrische Variante bedeutet für jeden Rollladen einen zusätzlichen Stromverbrauch von 0,5 bis 1 W Standby, weil ich mich teilweise für Funk- bzw. Timergeräte entschieden habe. Diese „moderne“ Lösung verursacht bei insgesamt 7 Rollläden einen Jahres-Standby-Verbrauch von ~ 40kWh, das klingt nicht viel, aber bei einem bisherigen Jahresverbrauch von 1500 kWh bedeutet das eine Steigerung von 2,8%. Hier zeigt sich, dass auch bei der Auswahl der Aktoren für die Rollladen darauf geachtet werden muss, dass deren Standbyverbrauch nicht noch höher ist, aus meiner Sicht sollte dieser unbedingt unter 1W liegen.

Der Vorteil dieser Lösung ist, dass nun alle Rollläden per Zeitsteuerung bzw. per Funk bedient werden können und diese automatisch schließen. Niemand vergisst beim außer Haus gehen, die Rollläden zu schließen und ärgert sich am Abend, wenn er heim kommt, dass es im Haus brütend heiß ist. Wenn man sich schon für zusätzliche Ressourcen wie Rollläden entscheidet, sollten diese dann aber auch so effizient wie möglich eingesetzt werden. Elektrische Rollladensteuerungen lassen sich auf Lichteinfall oder auf Raumtemperatur regeln und bieten damit viele Vorteile. Die Außenrollläden werden aber auch im Winter genutzt. In der Nach sind diese geschlossen und verbessern dadurch die Dämmung im Bereich der Fenster.

Nach dem Ärger mit dem Hagel, sind wir über unsere neuen Fenster sehr glücklich und für die zerschlagene Fassade zeichnet sich auch bereits eine Lösung ab.

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Unsere Solarstromanlage

42 Module PowerMax Smart 115 von Avancis sorgen für eine ausgesprochen schöne Optik, bei 3,5°-Dachneigung verteilt sich die Leistungskurve auch schön über den Tag.

Nach einigen Monaten Vorbereitung ist unsere Photovoltaik-Anlage am 16.9.2014 in den Vollbetrieb gegangen. Wir haben uns für eine flache (3,5°-Dachneigung) Dünnschichtanlage mit PowerMax Smart 115Wp-Modulen von Avancis entschieden, weil wir uns dadurch die Aufständerungsarbeiten ersparen konnten und die Fläche für eine größere Anlage nutzen konnten. So war es möglich eine Photovoltaik mit 4,83kWp auf dem Dach unterzubringen, bei aufgeständerten Modulen wären auf Grund der notwendigen Abstände wegen der Beschattung nur ca. 2,5 kWp möglich gewesen. Dabei konnten wir in der Mitte noch einen Service-Gang frei halten, um die Module besser reinigen zu können. Jede Fläche bildet drei Strings zu je 7 Modulen, welche an zwei SMA Sunny Boy 2500HF-30 angeschlossen sind. Zusätzlich wurde auch ein Sunny HomeManger installiert, welcher nicht nur die Produktion der Photovoltaikanlage dokumentiert, sondern auch den Stromverbrauch im Haus misst und je nach Solarstromangebot unsere Waschmaschine und den Geschirrspüler aktiviert, um den Eigenstromverbrauch möglichst hoch zu halten. Durch die flache Montage verteilt sich die Leistung der Solarstromanlage auch sehr gut über den Tag und kann für den Eigenverbrauch sehr gut genutzt werden. Natürlich erreicht die Anlage durch weniger oft die Spitzenleistung, aber eine Leistung von 4,83 kW wird praktisch im Haus nicht benötigt und ist damit auch nicht so wichtig. Der Überschusstrom wird ins öffentliche Stromnetz eingespeist und aktuell an die oekostrom AG verkauft. Da unser Haus pro Jahr nur 1500 kWh Strom verbraucht, fällt im Moment noch sehr viel Überschusstrom an. Ein Teil wird von unserem Elektroauto, einem Renault Twizy aufgenommen, trotzdem wir die Anlage in nächster Zeit eine Überschussanlage bleiben.

Wenn wir durch den HomeManger die Verbrauchs- und Erzeugungsdaten über einen längeren Zeitraum haben, werden wir uns überlegen, ob es Sinn macht, die Anlage mit einem weiteren Wechselrichter und Batterien zur Speicherung auszustatten.

Wir bedanken uns an dieser Stelle bei den Firmen Ökoteam Solar Phovoltaikverbund GmbH in Schrems für die gute Beratung und die Versorung mit dem qualitativ hochwertigen Material und die Fa. Elektro Rauch in Kirchberg /Walde für die Montagearbeiten.

Der Start in ein neues Jahr ist meist mit guten Vorsätzen verbunden. Hier ein paar Anregungen, wenn man noch keinen Vorsatz gefunden hat:

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Auf einen Ökostrom-Anieter wechseln
Auf die Flugreise verzichten
Sich an einem Bürgerkraftwerk beteiligen
Die Heizung warten
Das Haus besser dämmen
Die Heizug auf Erneuerbare Energie umstellen
Eine Solaranlage installieren
Eine Photovoltaikanlage installieren
Mehr Öffis oder das Fahrrad benutzen
Fahrgemeinschaften bilden
Das alte Auto gegen ein Elektroauto tauschen
Mehr Biolebensmittel und aus der Region einkaufen
Weniger Konsumieren

und wie wäre mit:

Von einem Regierungsmitglied konkret 100% Erneuerbare Energie für Österreich bis 2020 (zumindest beim Strom) persönlich einfordern.

Wenn das jeder Österreicher machen würde, hätte die Bundesregierung einiges zu tun, die 8 Millionen Antwortschreiben wären dabei der geringere Aufwand.

Ich hoffe, da ist für jeden etwas dabei! Hiermit wünsche ich Euch allen einen guten Rutsch ins neue Jahr und viel Erfolg mit Euren Vorsätzen.

Weitere Energie-Tipps gibt es auch auf meiner Seite: http://tipps.strom-check.at/

Seit ein paar Tagen gibt es von mir auch Beiträge auf Twitter, Ihr findet mich auf https://twitter.com/Energielix Ing. Martin Litschauer

Einladung zum Vortrag

Stromanbieter-Wechsel leicht gemacht!

Mittwoch, 24. April 2013
19.30 Uhr in Waidhofen/Thaya

Pizzeria Venezia
Heidenreichsteiner Str. 14, 3830 Waidhofen/Thaya
Tel.: +43(2842)52123

Themen:
Was steht alles auf meiner Stromrechnung?
Was braucht man zum Stromanbieterwechsel?
Was ändert sich beim Wechsel des Energieversorgers?
Woher kommt der Strom?
Wie kann man Preise vergleichen?
Was macht man mit Überschussstrom aus Solaranlagen?

Wer seine Stromrechnung mitbringt hat anschließend die Möglichkeit für eine kostenlose Kurzanalyse.

Elektrisch mit dem Renault Twizy 80 unterwegs

Seit Februar 2013 bin ich wieder elektrisch unterwegs. Nachdem ich vor ein paar Jahren bereits ein City-El gefahren bin, das ich dann aber wieder verkauft habe, haben wir uns jetzt für einen Renaul Twizy 80 entschieden, mit dem wir vor allem die Kurzstrecken erledigen können. Neben dem Fahrrad ist das eine gute Alternative, vor allem im Winter, wenn ich meine Tochter in den Kindergarten bringen will.

Zur Zeit sind wir ohne den Zusatzscheiben unterwegs und sammeln Erfahrung im Winterbetrieb. Spannend wird, wie sich der Verbrauch im Sommer ändern wird und ob wir uns dann irgendwann vielleicht doch für die Zusatzscheiben entscheiden. Dann können wir auch sehen, ob das ebenfalls eine Auswirkung auf den Stromverbrauch haben wird.

Heuer haben wir unser Projekt „Das 1500kWh-Haus“ zum Helios Energieeffizienzpreis der Wirtschaftskammer NÖ eingereicht. Der größte Ansporn dazu war, zusammen zu fassen, was wir bisher umsetzen und erreichen konnten. Zum Sieg hat es nicht gereicht, wir wollen aber unsere Erfahrungen teilen und haben deshalb auch die Seite Das 1500kWh-Haus eingerichtet. Diese Seite soll in Zukunft noch mit weiteren Erfahrungen und dem weiteren Projektfortschritt aktuallisiert werden.

Bei diesem Projekt geht es in erster Linie darum, einen möglichst geringen Stromverbauch und damit eine besonders hohe Effizienz bei den Elektrogeräten zu erreichen. Dabei soll der Energieverbrauch aber nicht auf andere Energieträger umgestellt sondern nur optimiert werden. Durch den Wechsel von Bezin auf Ethanol beim Auto bzw. vom Bezinrasenmäher auf den Elektrorasenmäher konnte auch der CO2-Ausstoß reduziert werden. Mit der Anschaffung einer Solaranlage wurde der Holzverbrauch reduziert. Diese Maßnahmen führen eigentlich zu einem Mehrstromverbrauch, welcher durch andere Maßnahmen wieder kompensiert wurde. Bei der Effizienzsteigerung soll daher der Blick auf das Gesamtökosystem nicht verloren gehen.

Damit man schneller einen Überblick über mögliche Energie-Effizienzmaßnhamen hat und auch darüber diskutieren kann, habe ich auf tipps.strom-check.at eine Homepage eingerichtet.

Natürlich sollen noch mehr Tipps gesammelt werden, welche dann auch in Gruppen zusammengefasst werden.

Unter anderem findet man dort dann auch Tipps passend zur Jahreszeit.

Im Waldviertel wurde von der Energieagentur der Regionen und der Dorf- und Stadterneuerung eine Initiative mit dem Namen Energie-Watcher gegründet, bei der sich Privatpersonen getroffen haben, um sich über Einsparungspotentiale beim Energieeinsatz zu informieren. Dabei wurden unter anderem auch die Energieverbräuche analysiert und bei Folgetreffen verglichen. Ziel war es den Energieverbauch Schrittweise durch Effizienzsteigerung, z. B. Vermeidung von unnötigem Standby, Wärmedämmung usw., zu reduzieren. Bei den Treffen konnten dann positive und negative Erfahrungen ausgetauscht werden.

Ich habe ebenfalls an dieser Initiative teilgenommen und unterstütze solche Netzwerke. Sehr hilfreich bei einer solchen Initiative ist die private Energie-Buchhaltung, zu der ich auch Vorträge und Hilfsmittel anbiete.

Als kurzen Überblick habe ich auf http://energie-watcher.strom-check.at/ eine Seite eingerichtet, auf der man ein paar Informationen zu diesem Projekt finden kann.

Die Österreichische Bundesregierung redet schon lange vom Atomstrom freien Österreich und von Atomstrom-Importverboten. Umgesetzt ist das leider noch immer nicht.

Mit der richtigen Wahl des Energieversorgers können Sie den Atomstrom von Ihrer Stromrechnung verbannen und damit auch die Gewinne der Atomstromkonzerne reduzieren.

Gerne berate ich Sie beim Anbieterwechsel und bereite Ihnen die Unterlagen vor. Senden Sie mir dazu einfach Ihre Stromrechnung und ich zeige Ihnen Alternativen auf. Weitere Informationen finden Sie dazu auch auf http://stromanbieterwechsel.strom-check.at/

Physikalisch lässt sich der Atomstrom aber auch mit dem eigenen Ökostromkraftwerk, zum Beispiel einer Photovoltaikanlage, aus dem Haus verdrängen. Auch bei sogenannten Überschusseinspeisungen (Verkauf des nicht benötigten selbst produzierten Stromes) berate ich Sie gerne. Weitere Informationen finden Sie dazu auch auf http://pv.strom-check.at/

Solarmodul
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